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scroll down for english Seit 1990 haben Studierende der HdK/UdK ihr Studium und ihre Lehre selbst organisiert, die eigenen Inhalte formuliert und untereinander ausgetauscht und Regeln und Abläufe für die Zusammenarbeit gefunden. Die Freie Klasse ist eine Gruppe von StudentInnen, die eine eigene Form des Studiums sucht, mal gegen, mal neben und mal in Zusammenarbeit mit der regulären Lehre an der Universität.
Die Freie Klasse definiert ihr Aussen möglichst unscharf, tatsächlich bewegen sich diese Grenzen immer mehr: War die Freie Klasse in den Neunziger Jahren noch eine "reguläre" Klasse mit der Möglichkeit Scheine zu machen und regelmäßigen Besprechungen, sind sie derzeit eher fliessend: Zur Freien Klasse gehört nicht eine Anzahl von Studierenden der UdK, vielmehr ist die Freie Klasse ein Feld in dem sich eine Vielzahl von Interessierten zu unterschiedlichen Aktionen und Arbeitskomplexen mit verschiedenen Intensitäten zusammenfinden. Die Teilnehmer kommen nicht nur aus den verschiedenen Fachbereichen sondern immer mehr auch von verschiedenen Universitäten Berlins. In den vergangenen Jahren gab es das Bikini Haus, das Haus Selba, und den Wir Wissen Kongress in Wien als grössere Arbeiten, aber auch kürzere Arbeitszeiträume wie die Workshops mit der Pariser Universite tangente und der Grupo de arte Callejero, sowie "Meine Akademie". Die Freie Klasse bewegt sich im Austausch mit anderen fellow travelers wie der Copenhagen Free University, der Manoa Free University, der informellen Universität und anderen denen künstlerische Selbstorganisation wichtig ist.
Das Wissen, dass in diesen Arbeitszeiträumen ausgetauscht wird, bewegt sich notorisch um die Frage nach künstlerischer und politischer Autonomie, eigenen Strukturen und Selbstinstitutionen. Es geht um eine Kritik an der marktkonformen Verwertung kreativer Arbeit, der Individualisierung von Menschen in Kunst und Kulturproduktion und um die Hinterfragung von gegebenen Machtverhältnissen in der Universität und Gesellschaft .Die Freie
Klassse versucht ohne das Bild des Lehrers als einzige Quelle von Wissen,
Autorität und Legitimation auszukommen. "Each one teach one"
ist vielleicht eine der Konstanten, die zusammen mit einer immer wieder
neu versuchten Offenheit gegenüber allen Arbeitsweisen das Feld der
Freien Klasse konstituiert. Die Freie Klasse hält sich aus der parlamentarischen Universitätspolitik heraus. Diese Form von Politik ist unserer Erfahrung nach, vorwiegend Interessenspolitik und damit oft Fassade für den Machterhalt des Klassen/Seminar und Kurssystems und der jeweiligen ProtagonistInnen. Es ist eine Stellvertreterpolitik, in der die Studierenden keine Stimme haben und steht damit im Widerspruch zu dem für was wir die Freie Klasse machen: Für ein basisdemokratisches, egalitäres Kunststudium email: freieklasse-ät-iflugs.udk-berlin.de
The
Freie Klasse Project started in 1989 with Students of the Berlin University
of the arts organizing their education autonomously, as an alternative
to the regular class system. When we discussed the current situtation of art education
in Germany, during the student protests in 2003 the Freie Klasse as a
self-institution once again came to mind as a tool to discuss very basic
and general political ideas within the University and intervene in this
specific social reality. We asked ourselves if we could reactivate the
promise of an alternative, which was connected, to the term Freie Klasse
and use it to continue the discussions of the student protests and connect
them with ideas and thoughts in the field of art and culture. We took
up what was left of the assets of the old Freie Klasse started working
collaboratively, organizing a different form knowledge production. In
the process we developed the idea to create a space that should not be
governed by the institutionalized authorities.
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